Branchenverbände der Sächsischen Kultur- und Kreativwirtschaft begrüßen Koalitionsvertrag zwischen CDU und SPD in Sachsen

Vier Wochen nach Beginn der Koalitionsverhandlungen haben sich CDU und SPD in Sachsen in einem Koalitionsvertrag auf Grundzüge einer gemeinsamen Regierungspolitik für die kommende Legislaturperiode geeinigt. Auch das Thema Kultur- und Kreativwirtschaft findet Eingang in den 110 Seiten starken Koalitionsvertrag, der von beiden Parteien in der vergangenen Woche bestätigt wurde. Nach der Wahl des Ministerpräsidenten und der Vereidigung der Minister kann jetzt auch die Zukunft Sachsens endlich gemeinsam gestaltet werden, wie es in der Überschrift des Koalitionsvertrages heißt.

Die drei Branchenverbände Wir gestalten Dresden – Branchenverband der Dresdner Kultur- und Kreativwirtschaft e.V., Kreatives Leipzig – Branchenverband der Kultur- und Kreativwirtschaft Leipzig e.V. und Kreatives Chemnitz – Branchenverband der Kultur- und Kreativwirtschaft Chemnitz und Umgebung e.V. begrüßen den neugefassten Fahrplan für Sachsen und befürworten die Positionen hinsichtlich der Förderung der sächsischen Kultur- und Kreativwirtschaft.

Darin heißt es u. a.:

Die Koalition sieht in der Kultur‐ und Kreativwirtschaft in Sachsen eine Branche mit hoher Innovationskraft, geprägt von Vielfalt und guten Beschäftigungs‐ und Entwicklungspotenzialen. Wir unterstützen die Kultur‐ und Kreativwirtschaft im Rahmen einer stärkeren Beratung zu bestehenden Fördermöglichkeiten und Rahmenbedingungen sowie durch die Anschubfinanzierung eines selbstorganisierten Kompetenzzentrums als Schnittstelle und Ansprechpartner zwischen administrativer Ebene und Kultur‐ und Kreativbranche. Die sächsischen Kreativen können zukünftig auch mit dafür geeigneten Instrumenten sächsischer Wirtschaftsförderung unterstützt werden. Unser Ziel ist es, die Innovationsprämie für die KMU der Kultur‐ und Kreativwirtschaft zu öffnen. Der erste sächsische Kultur‐ und Kreativwirtschaftsbericht von 2008 wird unter quantitativen und qualitativen Aspekten fortgeschrieben“[1].

Mit diesen Punkten bekennt sich die neue Sächsische Landesregierung zur Kultur- und Kreativwirtschaft als wichtiger Wirtschaftsfaktor mit hoher Innovationskraft. Ferner werden explizit die sächsische Filmwirtschaft und die bildende Kunst als Teilmärkte der Kultur- und Kreativwirtschaft erwähnt und erhalten eine gesonderte Förderung.

Die drei Sächsischen Branchenverbände der Kultur- und Kreativwirtschaft, welche schon seit Anfang 2014 auf engster Ebene zusammen arbeiten, sind gerade dabei einen Landesverband zu gründen. Dieser wird ab 2015 seinen Aufgaben als Schnittstelle und Ansprechpartner zwischen administrativer Ebene und Kultur- und Kreativwirtschaft nachkommen und sich für die Belange der sächsischen Kultur- und Kreativwirtschaft einsetzen. „Auf kommunaler Ebene konnten wir uns mit unseren Verbänden bereits als feste Ansprechpartner für wirtschaftspolitische Vertreter etablieren und so diese dynamische Entwicklung der Kultur- und Kreativwirtschaft unterstützen“, erklären die Vorstände der Verbände Claudia Muntschick, Ivo Zibulla und Frank Müller. „Um uns künftig noch besser für die Förderung Kreativschaffender in ganz Sachsen einsetzen zu können, möchten wir die bereits bestehenden Verbindungen zwischen unseren Vereinen weiter ausbauen und mögliche Synergieeffekte nutzen“, versichern die Vorstände.

[1] http://www.spd-sachsen.de/wp-content/uploads/2014/11/Koalitionsvertrag-A5.pdf, S. 36.



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