Warum hat es moderne Architektur so schwer? | 29. Januar | 19 Uhr | tuffner Möbelgalerie

Moderne Architektur mit ihrem Dreiklang aus Beton, Glas und Stahl führt immer wieder zu gesellschaftlichen Kontroversen. Während die Bauherren meist von der Ausstrahlung ihrer Gebäude überzeugt sind und mit ihren Gebäuden das Wohnen neu denken möchten, beklagen die Anwohner häufig die kühle Atmosphäre moderner Gebäude oder monieren, dass sich Neubauten architektonisch nicht in das bestehende Quartier einfügen. Dies ließ sich jüngst etwa auf dem Chemnitzer Kaßberg beobachten.

Mit der Veranstaltung „Warum hat es moderne Architektur so schwer?“ möchte Kreatives Chemnitz nun über moderne Architektur aufklären, den Dialog über Architektur fördern und zugleich beleuchten, wie Architektur maßgeblichen Einfluss auf das menschliche Wohlempfinden nimmt. Aufschluss darüber sollen an diesem Abend gleichermaßen Architekturlaien als auch –experten bekommen. Eingeladen wurden dazu der Dresdner Prof. em. Peter G. Richter und der Dresdner Architekt Ruairí O’Brien, die sich in Vorträgen den Themen Architekturpsychologie und –vermittlung nähern.

Prof. em. Peter G. Richter hält an diesem Abend eine Einführung in die Architekturpsychologie. Anhand konkreter Beispiele zeigt er die Gründe für die teilweise sehr großen öffentlichen Vorbehalte gegenüber zeitgenössischer Architektur auf. Richter gibt Architekten Empfehlungen für ihre Entwurfsarbeit und Kommunikation. Architekturlaien erklärt er, wie sie moderne Architektur objektiv bewerten können.

Zu den Forschungsschwerpunkten von Prof. Richter gehörten neben der Architekturpsychologie die Arbeits- und Organisationspsychologie sowie Wirtschaftspsychologie. Er wurde 1992 zum außerplanmäßigen Professor ernannt und war u. a. geschäftsführender Leiter des Instituts Arbeits- Organisations- und Sozialpsychologie der Technischen Universität Dresden.

Ruairí O’Brien spricht über die Herausforderungen der Architekturvermittlung. Er erläutert mögliche Kommunikationsansätze und den Vermittlungsbedarf aus seiner Sicht als praktizierender Architekt und Verantwortlicher für Öffentlichkeitsarbeit in der Architektenkammer Sachsen. O’Brien hinterfragt zudem, warum die Disziplin der Architektur, die die Grundbedürfnisse der Menschen so stark berührt und vertritt, so oft missverstanden wird.

 O’Brien ist freier Architekt, Lichtarchitekt, Lichtplaner und Künstler. Er leitet das Architekturbüro Architektur. Licht. Raumkunst in Dresden. O’Brien ist außerdem Vorstandsmitglied und Vorsitzender des Ausschusses für Öffentlichkeitsarbeit der Architektenkammer Sachsen.

Im Anschluss an die Vorträge stehen die beiden Referenten für Gespräche und Diskussionen zur Verfügung.

Die Veranstaltung findet in der Loft-Etage der tuffner Möbelgalerie (Am Walkgraben 13, 09119 Chemnitz) statt. Der Eintritt ist frei.

Die Veranstaltung organisieren die beiden freien Architekten Mario Friedrich (fried.A – BÜRO FÜR ARCHITEKTUR, Chemnitz) und Sebastian Kriegsmann (6-15-6 büro für architektonisches design, Zwickau), die Mitglieder von Kreatives Chemnitz sind.



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